Welchen Rasenmäher kaufen

Ein saftig grüner Rasen ist vor allem das Ergebnis einer konsequenten und sorgfältigen Rasenpflege. Neben einer ausreichenden aber auch nicht übermäßigen Bewässerung kommt vor allem der Rasenschnitt und somit dem Rasenmäher eine tragende Rolle zu. Die Frage aller Fragen für jeden Nutzer, der mit dem Thema Rasenpflege konfrontiert ist, lautet: Welcher Rasenmäher ist der richtige für mich und meinen Rasen? Immerhin liegt die durchschnittliche Lebensdauer eines Rasenmähers bei 10 bis 15 Jahren, der Kauf will also wohl überlegt sein. Das Angebot an Marken und Modellen ist riesig und fast unüberschaubar – Benzinrasenmäher, Elektromäher, Aufsitzmäher oder doch gleich Rasentraktor? Mulchen oder Heckauswurf? Welche Schnittbreite erspart mir wertvolle Arbeitszeit? Und welche Wartungs- oder Pflegeaufwendungen kommen auf mich zu?

In unserem Rasenmäher Ratgeber gehen wir auf die wichtigsten Eckpunkte ein, die Sie vor einer Kaufentscheidung betrachten sollten. Gleichzeitig können Sie anhand der Informationen, die wir zu den einzelnen Punkten geben, die für Sie in Frage kommenden Rasenmäher Typen und Modellausführungen Stück für Stück eingrenzen und so am Ende idealerweise festgelegen, welchen Rasenmäher Sie kaufen möchten. Los geht’s!

Unser Leitfaden beschäftigt sich mit den folgenden Themen:                                                                                                     

Die Rasenfläche
Die Rahmenbedingungen für die Mäharbeiten
Die technischen Merkmale und Funktionen des Rasenmähers
Der Wartungs- und Pflegeaufwand des Rasenmähers
Die große Rasenmäher Übersicht

 

Die Rasenfläche

Als zukünftiger Einsatzort des Rasenmähers legt die Rasenfläche mit ihrer Größe und Beschaffenheit die grundlegenden Rahmenbedingungen fest.

Die Größe der Rasenfläche

Von 50 bis 5000m², von kultiviertem Grünstreifen bis wild wachsender Wiese – die Unterschiede bei der Größe der zu mähenden Fläche sind riesig und dementsprechend ist es auch das Angebot an Rasenmäher Typen. Ein Elektromäher ist für den 1000m² großen Schrebergarten mit zig Blumenbeeten und Bäumen ebenso wenig geeignet wie ein Rasentraktor für den 100m² großen Rasenstreifen rings um das Eigenheim. Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Eignung der diversen Rasenmäher Typen lediglich in Abhängigkeit von der Größe der Rasenfläche.

Flächengröße Rasenmäher Typ
 klein (< 300m²)  Handspindelmäher, Elektro Rasenmäher, Akku Rasenmäher
 klein bis mittel (200 – 500m²)  Elektro Rasenmäher, Akku Rasenmäher, Mähroboter
 mittel (500 – 1000m²)  Benzin Rasenmäher, Akku Rasenmäher (je nach Leistung), Mähroboter, Luftkissenmäher
 mittel bis groß (600 – 1500m²)  Benzin Rasenmäher, Luftkissenmäher, Aufsitzmäher
 groß (> 1500m²)  Aufsitzmäher, Balkenmäher, Rasentraktor



Neben der Wahl des richtigen Rasenmäher Typs spielt auch die Schnittbreite des Mähwerkes wichtige Rolle. Der Zeitaufwand für die Mäharbeiten ist nicht nur abhängig vom Antrieb sondern auch von der Schnittbreite. Bei einem Benzin-, Akku- oder Elektroantrieb aber auch Mähroboter liegt diese im Schnitt zwischen 30 und 60cm. Deutlich mehr haben Aufsitzmäher, Balkenmäher oder Rasentraktoren zu bieten – hier ist das Mähwerk häufig über 100cm breit. Geht man von einer 100m² großen Rasenfläche und einer durchschnittlichen Arbeitsgeschwindigkeit aus, kann man die voraussichtliche Dauer der Mäharbeiten in Abhängigkeit von der Schnittbreite wie folgt errechnen:

  Schnittbreite       Mähdauer   
32 cm 10 Minuten
36 cm 9 Minuten
40 cm 8 Minuten
42 cm 7 Minuten
47 cm 6 Minuten
52 cm 5 Minuten
56 cm 3 Minuten

 

Setzt man diese Werte in Verbindung mit der Größe der Rasenfläche so kann man beispielsweise für eine 250m² große Fläche eine Schnittbreite von 32cm empfehlen, für mittlere Flächen zwischen 40 und 50 cm. Für Rasenflächen ab 1000m² sollte die Schnittbreite definitiv über 50cm liegen.

 

Die Beschaffenheit der Rasenfläche

Neben der Größe der Rasenfläche ist auch ihre Beschaffenheit maßgeblich. Unebene Flächen (z.B. Bodenunebenheiten auf Wiesen oder Baumwurzeln), starke Neigung aber auch hochgewachsenes Gras können einige Rasenmäher Typen durchaus an ihre Grenzen bringen. Zudem spielt auch die Homogenität der Fläche eine Rolle. Ein hoher Baumbestand, Beete oder ein Teich, die den Rasen unterbrechen, können beispielsweise den Einsatz eines Elektromähers mit Kabelführung fast unmöglich machen und beim Einsatz eines Rasentraktors den Zeitaufwand erheblich erhöhen. Die Eignung der einzelnen Rasenmäher Typen können Sie der folgenden Übersicht entnehmen.

Rasenmäher Typ  

Grashöhe

Bodenbeschaffenheit

Flächenhomogenität

Handspindel Mäher

niedrig

ebene Flächen, leichte Neigung

für verwinkelte und nicht homogene Fläche geeignet

Elektro Rasenmäher

niedrig

ebene Flächen, Neigung nur bedingt

nicht geeignet für verwinkelte Gärten oder Fläche mit vielen Hindernissen

Akku Rasenmäher

niedrig
 

ebene Flächen, Neigung nur bedingt

für verwinkelte und nicht homogene Fläche geeignet

Benzin Rasenmäher

niedrig und mittelhoch

ebene Flächen, leichte Unebenheiten, Neigung nur bedingt

für verwinkelte und nicht homogene Fläche geeignet

Luftkissenmäher  

niedrig und mittelhoch

für steile Rasenflächen und Hanglagen

für verwinkelte und nicht homogene Fläche geeignet

Aufsitzmäher

niedrig und mittelhoch

für ebene und unebene Flächen, Neigung nur bedingt

nicht geeignet für verwinkelte Gärten, für nicht homogene Fläche geeignet

Rasentraktor               

niedrig und mittelhoch

für ebene und unebene Flächen, auch für leichte bis mittlere Neigung

nicht geeignet für verwinkelte Gärten oder Fläche mit vielen Hindernissen

Balkenmäher

niedrig, mittelhoch, hoch

für ebene und unebene Flächen, auch Hanglagen

für verwinkelte und nicht homogene Fläche nur bedingt geeignet

Mähroboter

niedrig

ebene Flächen, nur leichte Neigung

nicht geeignet für verwinkelte Gärten oder Fläche mit vielen Hindernissen

 

Die Rahmenbedingungen für die Mäharbeiten

Die Rahmenbedingungen für die Mäharbeiten werden durch die Lage der Rasenfläche sowie durch den zukünftigen Nutzer des Rasenmähers bzw. dessen körperlichen Voraussetzungen und Präferenzen bestimmt. Damit Sie weiter eingrenzen können, welcher Mähertyp für Sie in Frage kommt, sollten Sie für sich die folgenden Fragen beantworten:


1. Wo befindet sich die Rasenfläche?

Neben der Größe und Beschaffenheit der Rasenfläche spielt auch die Lage und somit die örtlichen Gegebenheiten eine Rolle.

Befindet sich die Rasenfläche direkt hinter dem Haus, in einem Schrebergarten oder sogar auf freiem Feld?
Gibt es vor Ort einen Stromanschluss oder Stromgenerator?
Gibt es am Einsatzort eine geeignete Unterstellmöglichkeit?

Muss der Rasenmäher zwischen verschiedenen Einsatzorten hin und her transportiert werden? Ohne Stromquelle fällt ein Elektro Rasenmäher unabhängig von der Beschaffenheit der Rasenfläche bereits weg, ebenso ein Mähroboter mit fester Ladestation. Befindet sich die Rasenfläche extern und der Mäher kann vor Ort nicht untergestellt werden, muss das Gerät permanent zum Einsatzort transportiert werden. In diesem Fall empfiehlt es sich, besonders auf ein geringes Gewicht und je nach Transportmöglichkeit ebenso auf einen klappbaren Führungsholm zu achten. Die Lagerung des Rasenmähers zwischen den Einsätzen spielt eine wichtige Rolle in Bezug auf die Produktlebensdauer. Das Gerät sollte in jedem Fall an einem trockenen Ort untergestellt werden können, bei einer längeren Standzeit außerhalb der Mähsaison muss zudem darauf geachtet werden, dass der Standort frostfrei ist.


2. Welche Ruhezeiten sind zu beachten?

Wenn sich Ihre Rasenfläche nicht gerade auf freiem Feld befindet, müssen Sie sich für die Durchführung der Mäharbeiten an die gesetzlichen Bestimmungen halten, da sonst ein Bußgeld droht. Die gesetzliche Grundlage ist das Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung - 32. BImSchV), welches im Übrigen neben dem Rasenmähen auch den Betrieb 56 weiterer Geräte (z.B. Laubsammler, Motorsägen, Laubbläser, Heckenscheren, Fugenschneider) regelt. Die Regelungen nehmen zum einen Bezug auf die Richtlinie 2000/14/EG und geben Geräuschgrenzwerte vor (für Rasenmäher zwischen 96 und 103 dB), zum anderen bestimmen sie die zulässigen Betriebszeiten in Wohngebieten.

Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung - 32. BImSchV)

An Sonn- und Feiertagen ist der Betrieb von motorisierten Geräten grundsätzlich untersagt.
An Werktagen gilt eine Ruhezeit von 20 Uhr abends bis 7 Uhr morgens, dazwischen ist Rasenmähen grundsätzlich erlaubt.


Achtung – das gilt nicht für Laubsammler, Laubbläser, Freischneider und Grastrimmer bzw. Graskantenschneider. Letztere werden häufig im Nachgang nach dem eigentlichen Mähvorgang zur Nachbesserung in Randbereichen der Rasenfläche eingesetzt, deswegen erwähnen wir sie an dieser Stelle separat. Für diese Geräte gelten erweiterte Ruhezeiten, so dass sie lediglich werktags zwischen 9 und 13 Uhr sowie zwischen 15 und 17 Uhr betrieben werden dürfen. Ausgenommen von der Regelung sind Gewerbe- und Industriegebiete, Mischgebiete, Kerngebiete, Dorfgebiete und sonstige Sondergebiete. Achten Sie jedoch unbedingt darauf, ob es in Ihrem Bundesland gesonderte Regelungen gibt, denn die Länder haben das Recht, eigene Bestimmungen zu treffen, welche die Vorgaben nach dem BImSchV weiter eingrenzen. In den meisten Hausordnungen ist eine Mittagsruhe von 13 bis 15 Uhr vorgegeben, in dicht besiedelten Gebieten ist es daher ratsam, die Mäharbeiten mit Rücksicht auf die unmittelbaren Nachbarn auch nicht in diesem Zeitraum durchzuführen. Ausnahmen bilden hier sicherlich geräuscharme Mähertypen wie Handspindel Rasenmäher, Akku Rasenmäher, Elektro Rasenmäher oder Mähroboter. Sollten Sie also ausschließlich in der Mittagszeit die Möglichkeit haben, Ihre Rasenfläche zu mähen, sollten Sie unbedingt auf eine der genannten Gerätevarianten zurückgreifen.


3. Wie häufig kann die Rasenfläche gemäht werden?

Rasenmähen ist immer gleichbedeutend mit einem gewissen Zeitaufwand und im Alltag kann das unter Umständen zum zusätzlichen Stressfaktor werden, vor allem wenn die Gartenarbeit nicht gerade zu den Hobbys zählt. Überlegen Sie sich daher genau, wie häufig Sie Ihren Rasen zukünftig mähen möchten. Handspindel Rasenmäher, Elektro Rasenmäher und Akku Rasenmäher kommen mit zu hohem Gras nur schlecht klar, die Mäharbeiten müssen daher in der Saison mindestens einmal wöchentlich durchgeführt werden, wenn Sie einen Handspindelmäher nutzen sogar noch häufiger. Benzin Rasenmäher aber auch Aufsitzmäher oder Rasentraktoren hingegen schneiden auch etwas höheren Rasen problemlos. Mähroboter eignen sich zwar auch nur für niedrige Grashöhen optimal, da sie aber vollkommen selbständig arbeiten spielt es für den Zeitaufwand keine Rolle, wie häufig sie zum Einsatz kommen. Für richtig hohes Gras wie beispielsweise auf wildwachsenden Wiesen sind Balkenmäher die richtige Lösung.


4. Welche Einschränkungen / Präferenzen bringt der Anwender mit?

Egal ob Sie den Rasenmäher zukünftig selbst nutzen oder aber ein Familienmitglied oder ein Angestellter – machen Sie sich kurz Gedanken zur körperlichen Verfassung des Anwenders. Gibt es Einschränkungen wie ein Rückenleiden oder mangelnde Kraft (besonders bei älteren Personen oft der Fall)? Je nach Größe und Beschaffenheit der Rasenfläche können die Mäharbeiten mit einem handgeführten Rasenmäher zu einem echten Kraftakt werden. Modelle mit Eigenantrieb oder ein Aufsitzrasenmäher könnten eine bessere Lösung sein. Muss der Mäher zwischen verschiedenen Einsatzorten transportiert werden – selbst wenn es nur über eine Treppe im eigenen Garten ist – muss zudem das Gewicht des Rasenmähers beachtet werden – es sollte möglichst niedrig sein. Für Personen mit einem Rückenleiden ist es zudem immens wichtig, dass der Führungsholm höhenverstellbar ist und somit individuell auf die Körpergröße angepasst werden kann.
Neben den körperlichen Bedingungen sind auch persönliche Präferenzen zu beachten. Viele Nutzer lehnen beispielsweise Benzin Rasenmäher aufgrund der Umweltbelastung kategorisch ab und müssen daher in jedem Fall auf einen Handspindelmäher bzw. Elektro- oder Akkuantrieb zurückgreifen. Oft ist das Interesse an einem Mähroboter groß, der Arbeits- und Kostenaufwand zur Verlegung des Begrenzungskabels wird aber gescheut (Geräte mit Sensortechnik können je nach Beschaffenheit der Rasenfläche nicht überall eingesetzt werden).

 

Die technischen Merkmale und Funktionen des Rasenmähers

Im Folgenden gehen wir detaillierter auf die technischen Merkmale und Funktionen eines Rasenmähers ein, die das Mähergebnis aber auch den Arbeitsaufwand sowie die Bedienfreundlichkeit beeinflussen.

Mähwerk und Schnitthöhe

In den gängigen Rasenmäher Modellen werden drei Mähwerk Typen eingesetzt: Spindelmähwerke, Sichelmähwerke oder Balkenmähwerke.

Balkenmähwerk

Balkenmähwerke kommen lediglich bei einem Balkenmäher zum Einsatz. Das Mähwerk arbeitet nach dem Scherenschnittprinzip und schneidet problemlos nicht nur hohes Gras sondern auch Getreide oder Gehölz. Dabei werden die an einer Messerschiene befestigten dreiecksförmigen Messerklingen jeweils gegen eine feststehende oder bewegliche Gegenschneide bewegt. Balkenmähwerke sind robust und wartungsarm. Die Schnitthöhe kann nicht eingestellt werden, der Nutzer kann diese jedoch durch die Neigung des Mähers durchaus beeinflussen.

 

Spindelmähwerk

Spindelmähwerke finden Privatnutzer nur bei Handspindel Rasenmähern. Eine mit Messern besetzte Spindel rotiert während des Mähvorgangs, erfasst die Grashalme nach dem Scherenprinzip und schneidet sie ab. Die Schnittqualität ist abhängig von der Anzahl der Messer an der Spindel, die Schnitthöhe wird durch ihren Abstand zum Boden bestimmt. Der Vorteil der Spindelmähtechnik ist, dass der Grashalm kaum verletzt wird, es entsteht ein akkurater und kurzer Schnitt, der den Rasen schont und für den typischen perfekten grünen und üppigen englischen Rasen sorgt.  Es gibt allerdings auch Nachteile. So muss der Rasen deutlich häufiger gemäht und aufgrund der niedrigen Schnitthöhe auch intensiver bewässert werden, um ein Austrocknen und braun werden der Gräser zu vermeiden.

 

Sichelmähwerk

Sichelmähwerke sind die am häufigsten verbauten Mähwerktypen. Beim Mähvorgang wird ein Luftstrom erzeugt, der die Gräser aufrichtet. Ein oder mehrere horizontal angebrachte und mit hoher Geschwindigkeit rotierende Messer schlagen diese dann ab. Die Schnitthöhe kann geräteabhängig verändert werden, der Schnitt ist insgesamt jedoch etwas höher als bei einem Spindelmähwerk. Sichelmähwerke sind deutlich robuster und nehmen auch durch Fremdkörper auf der Rasenfläche (kleine Äste, Blätter) keinen Schaden.

 

Seitenauswurf, Heckauswurf oder Mulchen

Wie soll mit dem Schnittgut verfahren werden – Auffangen, Zusammenrechen oder auf der Rasenfläche belassen? Die meisten Rasenmäher Modelle haben einen Heckauswurf und sind zudem mit einem Fangkorb ausgestattet, so dass das Schnittgut nach dem Ende der Mäharbeiten nicht erst noch mühsam aufgesammelt und entsorgt werden muss. Mäher mit Seitenauswurf sind eher in der Gruppe der Aufsitzmäher oder Rasentraktoren zu finden, ein Fangkorb ist bei dieser Variante eher selten. Für viele Nutzer ist ein Rasenmäher mit einem sogenannten Mulchmähwerk - auch Recycler Mähwerk genannt – die ideale Lösung. Die Mähkammern dieser Modelle sind so konstruiert, dass das Schnittgut mehrfach zerkleinert wird, bevor es auf die Rasenfläche ausgeworfen wird. Es kompostiert dadurch sehr schnell und führt dem Rasen als natürlicher Dünger wertvolle Nährstoffe und Feuchtigkeit zu. Um einen echten Benefit für den Rasen zu erreichen, sollte allerdings mindestens zweimal pro Woche gemäht werden. Je nach Ausführung des Rasenmähers kann der Nutzer auch zwischen zwei Modi umschalten – Mähen oder Mulchen. Einige Hersteller bieten für ihre Rasenmäher auch ein Mulch-Kit zum Nachrüsten an.


Bedienerfreundliche Features und weitere Zusatzfunktionen

Es gibt zahlreiche Features, welche das Funktionsspektrum erweitern und die Arbeiten mit einem Rasenmäher noch komfortabler machen können. Die wichtigsten stellen wir im Folgenden kurz vor.

 

Allradantrieb

Ein Rasenmäher mit Allradantrieb ist insbesondere bei hügeligem oder unebenem Terrain zu empfehlen. Die Vorder- und Hinterräder agieren bei dieser Antriebsart unabhängig voneinander, was das Fahren und Manövrieren des Mähers deutlich erleichtert.

Eigenantrieb

Rasenmäher mit einem Eigenantrieb erleichtern die Mäharbeiten um ein Vielfaches und sind besonders bei größeren, unebenen oder leicht hügeligen Rasenflächen zu empfehlen. Der Antrieb kann über den Motor gesteuert sein oder aber manuell durch die Übertragung der Schrittkraft des Anwenders.

Elektrostart

Modelle mit Elektrostartfunktion lassen sich an Stelle des Seilzugs bequem über einen Zündschlüssel starten.

Gras-/Laubsammelfunktion

Das Mähwerk bei diesen Rasenmähern kann so eingestellt werden, dass Laub, Gras und kleine Äste gesammelt und zerkleinert werden können. Besonders zu empfehlen ist diese Funktion, wenn es auf der Rasenfläche oder in deren Randbereich einen großen Bestand an Bäumen oder Sträuchern gibt und mit entsprechenden Verunreinigungen zu rechnen ist.

Höhenverstellbarer Führungsholm

Ein höhenverstellbarer Führungsholm sollte beim Kauf eines neuen Rasenmähers in jedem Fall Standard sein. Nur so kann eine Anpassung auf die individuelle Körpergröße des Nutzers erfolgen und Schmerzen oder gar Schäden im Bereich des Rückens vermieden werden.

Mulchfunktion / Mulch-Kit

Muss der Rasenmäher häufig transportiert werden oder soll die Lagerung platzsparender sein, ist ein klappbarer Führungsholm unbedingt zu empfehlen. Einige Hersteller gehen sogar noch weiter und bieten die Modelle an, die vertikal gelagert werden können, ohne dass dabei der Motor oder andere Bauteile des Rasenmähers Schaden nehmen (z.B. SmartStow von Toro).

Messerbremskupplung

Die größte Verletzungsgefahr im Umgang mit einem Rasenmäher geht von seinem Schneidwerkzeug aus. Diese Zusatzfunktion sorgt dafür, dass die Messer angehalten werden, nicht jedoch der Motor. Sie können somit den Fangkorb leeren, befestigte Bereiche befahren oder das Schneidwerkzeug im Notfall kontrollieren.

Mulchfunktion / Mulch-Kit

Mulchen ist eine umweltfreundliche und zeitsparende Alternative zum klassischen Rasenschnitt. Das Schnittgut wird dabei im Mähwerk mehrfach zerkleinert und dann nicht aufgefangen sondern wieder auf die Rasenfläche ausgeworfen. Es kompostiert aufgrund des sehr feinen Schnitts schnell und führt dem Boden so nicht nur wertvolle Nährstoffe sondern auch Feuchtigkeit zu. Es gibt Rasenmäher mit einem speziellen Mulch-Mähwerk aber auch Modelle, bei denen die Funktion bei Bedarf zugeschaltet werden kann. Einige Hersteller bieten auch nachrüstbare Mulch-Kits im Rahmen des Lieferumfangs oder des optionalen Zubehörs an.

Vertikutieren

Beim Vertikutieren wird die Grasnarbe der Rasenfläche angeritzt, gleichzeitig werden Mulch und Moos entfernt. Der Boden wird so aufgelockert, die Wurzeln der Gräser bekommen mehr Luft und der Rasen wird dichter und strapazierfähiger. Meist wird hierzu ein Vertikutierer genutzt, es gibt jedoch auch Rasenmäher, die sich dank Zusatzausstattung zum Vertikutierer umrüsten lassen. Besonders bei kleinen und ebenen Rasenflächen und Sandböden ist diese Kombi-Geräte-Lösung zu empfehlen.

Wasseranschluss

Ein Wasseranschluss am Gehäuse des Rasenmähers ist ein besonders praktisches Feature, insbesondere bei Aufsitzmähern. Viele Mäher dürfen maximal um 30° zur Seite geneigt werden, was die Reinigung des Mähwerks erheblich erschwert. Die Reinigung kann dank dieser Zusatzfunktion wesentlich vereinfacht werden. Gras- und Schmutzansammlungen können so konsequent vermieden werden, was eine bessere Leistung, einen optimalen Korrosionsschutz und somit eine längere Lebensdauer bedeutet.

 

Der Wartungs- und Pflegeaufwand des Rasenmähers

Der Wartungs- und Pflegeaufwand der diversen Rasenmäher Typen unterscheidet sich erheblich, ebenso die in diesem Rahmen anfallenden Zusatzkosten. Beachten Sie in jedem Fall die Hinweise des Herstellers in der Betriebsanleitung. Oftmals werden die notwendigen Schritte exakt beschrieben, möglicherweise ist sogar ein Wartungsnachweis einer Fachwerkstatt notwendig, um die Herstellergarantie zu erhalten. Dies gilt insbesondere für Aufsitzmäher oder Rasentraktoren.

Der Pflegeaufwand für den Rasenmäher richtet sich schlichtweg nach der Größe des Gerätes. Das Gehäuse und insbesondere das Mähwerk müssen regelmäßig von Verunreinigungen befreit werden. Dabei sollte man vorsichtig im Umgang mit Wasser sein, um empfindliche Bauteile nicht zu beschädigen und ein Eindringen von Wasser ins Gehäuse zu vermeiden. Eine sorgfältige Pflege schützt den Rasenmäher vor Korrosion, erhält die Leistungsfähigkeit und optimiert die Produktlebensdauer. Auch die Hinweise zur Lagerung sind allgemein gültig. Ein Mäher sollte immer trocken und möglichst frostfrei untergestellt werden, besonders Elektro- und Akku-Rasenmäher sind in diesem Punkt sehr empfindlich.

Die Wartungsaufgaben sind sowohl den Zeitaufwand als auch die Kosten betreffend sehr unterschiedlich. Während bei einem Handspindel Rasenmäher lediglich das Schneidwerkzeug kontrolliert und im Bedarfsfall ausgetauscht werden muss, fallen bei einem Benzin-Rasenmäher zusätzlich Kontrolle von Benzintank, Zündkerze, sowie Öl- und Luftfilter an, auch ein Ölwechsel kann notwendig sein. Damit Sie den Wartungsaufwand für die einzelnen Rasenmäher Typen besser einschätzen können, haben wir diesen in der folgenden Übersicht zusammengefasst. Bitte beachten Sie, dass die Aufstellung lediglich exemplarisch zu verstehen ist, je nach Ausstattung, Motortyp oder Zusatzfeatures eines Modells können mehr oder weniger Wartungsarbeiten anfallen.

 

Rasenmäher Wartungsarbeiten

Rasenmäher Typ

Wartungsaufgaben

Handspindel Mäher

- Schnittmesser regelmäßig prüfen und gegebenenfalls nachschärfen

Elektro Rasenmäher

- Schnittmesser regelmäßig prüfen, bei Bedarf nachschärfen oder austauschen

Akku Rasenmäher

- Schnittmesser regelmäßig prüfen, bei Bedarf nachschärfen oder austauschen
- Akku regelmäßig nachladen, insbesondere bei längerer Standzeit

Benzin Rasenmäher

- Schnittmesser regelmäßig prüfen, bei Bedarf nachschärfen oder austauschen
- Benzintank kontrollieren (vor Lagerung entleeren)
- Zündkerze kontrollieren, bei Bedarf wechseln
- Öl- / Luftfilter kontrollieren, bei Bedarf Ölwechsel
- Bewegliche Teile zum Schutz vor Korrosion einölen

Luftkissenmäher           

- Abhängig vom Motortyp!
- Luftkissenmäher werden mit Akku-, Elektro- oder Benzinmotor angeboten.
- Aufgaben siehe Elektro-/Akku-/Benzinrasenmäher

Aufsitzmäher

- Kontrolle  und Schleifen / Austauschen der Schnittmesser
- Kontrolle / Wechsel der Zündkerzen
- Schmieren der Drehpunkte und Einzelkomponenten (Lenkgelenke, Radlager, Achsen)
- Austausch des Motoröls
- Erneuerung der Batterie (bei Elektrostart Funktion)
- Prüfung des Reifendrucks

Hinweis: Je nach Herstellervorgaben müssen die Wartungsarbeiten durch eine Fachwerkstatt durchgeführt werden, um die Herstellergarantie zu erhalten.
Beachten Sie auch die in diesem Rahmen anfallenden Transportkosten.

Rasenmäher

- Kontrolle  und Schleifen / Austauschen der Schnittmesser
- Kontrolle / Wechsel der Zündkerzen
- Schmieren der Drehpunkte und Einzelkomponenten (Lenkgelenke, Radlager, Achsen)
- Austausch des Motoröls
- Erneuerung der Batterie (bei Elektrostart Funktion)
- Prüfung des Reifendrucks

Hinweis: Eine Durchführung der Wartungsarbeiten durch eine Fachwerkstatt ist in jedem Fall zu empfehlen, meist sogar zur Erhaltung der Herstellergarantie verpflichtend.
Beachten Sie auch die in diesem Rahmen anfallenden Transportkosten.

Balkenmäher

- Schnittmesser prüfen und gegebenenfalls nachschärfen
- Benzintank kontrollieren (vor Lagerung entleeren)
- Zündkerze kontrollieren, bei Bedarf wechseln
- Öl- / Luftfilter kontrollieren, bei Bedarf Ölwechsel
- Bewegliche Teile zum Schutz vor Korrosion einölen

Mähroboter

- Schnittmesser regelmäßig prüfen, bei Bedarf nachschärfen oder austauschen
- Akku regelmäßig nachladen, insbesondere bei längerer Standzeit

 

Ein Rasenmäher wird im Durchschnitt nur alle 10 bis 15 Jahre neu angeschafft, eine sorgfältige Wartung und Pflege ist im Hinblick auf die Produktlebensdauer somit unerlässlich. Achten Sie beim Kauf auch unbedingt darauf, dass der Hersteller ein entsprechendes Ersatzteilprogramm anbietet. Bei Markenherstellern wie beispielsweise Toro, Herkules, Bosch, Einhell, Gardena, Wolf-Garten oder Mcculloch ist das Standard, Verschleißteile oder Ersatzteile sind auch Jahre nach der Markteinführung des Modells noch problemlos erhältlich. Bei No-Name Produkten oder Importen aus Fernost ist die Verfügbarkeit oft entweder gar nicht gegeben oder auf die Produktlaufzeit begrenzt. Der Kauf eines Qualitäts-Rasenmähers aus dem Sortiment eines renommierten Herstellers ist somit in jedem Fall zu empfehlen.

 

Die große Rasenmäher Übersicht

In den vorherigen Abschnitten sind wir ausführlich auf alle Aspekte eingegangen, die beim Kauf eines Rasenmähers zu berücksichtigen sind. Sollten Sie sich zwischenzeitlich gedanklich zwischen Elektromotor, Mulchfunktion, Sichelmähwerk, klappbarem Führungsholm und Wartungsaufgaben verloren haben, gibt Ihnen die folgende Rasenmäher Übersicht zusammenfassend nochmals eine grobe Struktur und hoffentlich eine weitere Entscheidungshilfe auf dem Weg zu Ihrer Kaufentscheidung.

Rasenmäher Übersicht

Rasenmäher Typ Flächengröße Bodenbeschaffenheit Antrieb Vorteile Nachteile Wartung
Handspindel Rasenmäher bis 300 m²

ebene Fläche

manuell geräuscharm
umweltfreundlich
flexibel
Flächenleistung
häufiges Mähen
wartungsarm
Elektro Rasenmäher bis 700 m² ebene Fläche Elektromotor geräuscharm
geringes Gewicht
Motorleistung
Kabelführung
unflexibel
wartungsarm
Akku Rasenmäher bis 500 m² ebene Fläche Akkumotor geräuscharm
umweltfreundlich
flexibel
Motorleistung
Reichweite
 wartungsarm
Benzin Rasenmäher 300 m² bis 1.500 m² ebene / unebene Fläche Benzinmotor Flächenleistung
Motorleistung
flexibel
Geräuschpegel
Umweltbelastung
Gewicht
 mittlerer Wartungsaufwand
Luftkissenmäher bis 1.500 m² ebene Fläche, auch starke Neigung Benzinmotor
Akkumotor
Ideal für Hanglagen
flexibel
Motorleistung
kein Fangkorb
  mittlerer Wartungsaufwand
Aufsitzmäher 600 m² bis 1.500 m²        ebene / unebene Fläche Benzinmotor Flächenleistung
Motorleistung
Wendigkeit
Geräuschpegel
Umweltbelastung
hoher Wartungsaufwand
Rasentraktor ab 1.500 m² ebene / unebene Fläche, leichte Neigung Benzinmotor Flächenleistung
Motorleistung
multifunktional
Geräuschpegel
Umweltbelastung
Anschaffungskosten
hoher Wartungsaufwand
Balkenmäher bis etwa
3.000 m²
ebene / unebene Fläche, leichte Neigung Benzinmotor Flächenleistung
hohes Gras
Motorleistung
Geräuschpegel
Umweltbelastung
 mittlerer Wartungsaufwand
Mähroboter 400 m² bis 500 m² ebene Fläche Akku

Zeitersparnis
umweltfreundlich
geräuscharm

Reichweite
unflexibel
Anschaffungskosten
wartungsarm

 

Für alle weiteren Fragen rund um das Thema Rasenmäher aber natürlich auch für eine umfassende und persönliche Kaufberatung steht Ihnen unser Expertenteam gerne per Email, telefonisch oder in unserem Fachmarkt in Kehl-Kork zur Verfügung. Gerne informieren wir Sie auch über die Ersatzteilprogramme und Serviceleistungen einzelner Hersteller oder erstellen Ihnen ein individuelles Angebot. Unser Rasenmäher Sortiment mit zahlreichen Produkten namhafter Hersteller finden Sie in unserem Garten-Bereich im Shop unter Gartenmaschinen oder vor Ort in unsren Verkaufsräumlichkeiten.

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